70 Jahre
Heimatmuseum
Freudenthal/ Altvater
In den frühen Jahren stand die Hilfe im Vordergrund: Adressen finden, Familien wieder zusammenführen, Orientierung in der Fremde geben.
Bald trat das Sammeln in den Vordergrund: Urkunden, Fotos, Trachten, Alltagsgegenstände – Dinge, die erzählen, wer wir sind und woher wir kommen. Daraus entstand vor 70 Jahren eine kleine Heimatstube, initiiert von Erwin Weiser und Alfred Knauer. Bald darauf führten Rainer Thiel, Martin Mayr und Gerhard Pohl das Vorhaben als Heimatmuseum weiter, so dass Erinnerungen durch Dauerausstellungen, Sonderpräsentationen und Führungen weiterhin eine Brücke in die Gegenwart vermittelten.
Ein Meilenstein 2023 die Neugestaltung: Mut zu neuen Formen, wie digitalisiertem Depot, virtuellem Rundgang, Podcasts und Onlineauftritten auf Instagram und Facebook – angepasst an die Bedürfnisse der modernen Zeit.
Die neuen Medien, die Arbeit im Archiv und die Dokumentation der einzelnen Orts- und Familiengeschichten machen das Heimatmuseum zu einer verlässlichen Quelle für Familienforschung, Wissenschaft und Schulen.
Zugleich werden Begegnungen gepflegt: Heimattreffen und kulturelle Veranstaltungen und dem seit geraumer Zeit stattfindenden Austausch mit interessierten tschechischen Bürgern.
Wir haben gelernt: Erinnerung ist kein Blick zurück im Zorn, sondern verantwortungsvolles Nach - vorn - Schauen.
"Wer die Geschichte kennt,
handelt besonnener in der Gegenwart"
Heute nach 70 Jahren danken wir all jenen, die getragen, gesammelt, geschrieben, geforscht, organisiert und erzählt haben. machen.
„Heimat ist mehr als Geografie – sie ist eine Erzählung, die weitergegeben werden möchte“
Lassen Sie uns nicht nur feiern, sondern unser Jubiläum als Auftrag verstehen: Die Stimme der Erinnerung hörbar halten, den Dialog über Grenzen hinweg pflegen und jungen Menschen Räume öffnen, in denen Herkunft zu Stärke wird. Wenn wir das tun, bleibt das Heimatmuseum Freudenthal/Altvater auch in den kommenden Jahrzehnten das, was er seit 70 Jahren ist:
"Ein lebendiger Ort der Geschichte,
der Kultur und der Verbundenheit"


Einst in Freudenthal
auf dem Marktplatz
(heute Bruntál in der Tschechoslowakei)...
... und heute
in Memmingen
im Stadtmuseum
13.
Juni
2026

Vor 70 Jahren übernahm die Stadt Memmingen die Patenschaft über die vertriebene Bevölkerung der Sudetendeutschen Volksgruppe der Stadt Freudenthal (heute Bruntál in der Tschechoslowakei) und deren Kreisgemeinden.
Dr. Heinrich Berndl, damaliger Memminger Oberbürgermeister und Schirmherr, brachte wie folgt zum Ausdruck „Das Sudetentum ist Vorposten für Leben und Kultur von Deutschland und das östliche Europa“.
„Die feierliche Patenschaftsübernahme werde uns in ihrer festlichen Art für alle Zeit unvergessen bleiben“ - so die Worte von Dr. Hans Schober, unserem einstigen Heimatkreisbetreuer, er berichtete, wie zwischen sieben und acht Tausend Landsleute die Straßen Memmingens bevölkerten und sich in der großen Stadionhalle zu einem fröhlichem Beisammensein trafen.
Heute blicken wir auf sieben Jahrzehnte zurück - eine Zahl, die mehr ist als eine bloße Ziffer: Sie ist ein Bogen aus Verlust und Neubeginn, aus Bewahren und Gestalten.
Der Heimatkreis Freudenthal/Altvater entstand aus dem Geist der Zusammengehörigkeit nach Vertreibung und Flucht. Was einst als Notwendigkeit begann – das Suchen nach Ankerpunkten, nach Sprache, nach Vertrautem - wurde zu einer bleibenden Aufgabe: Geschichte lebendig halten, Kultur weitertragen und Gemeinschaft stiften.
Wir möchten die Leistung der vielen Helferinnen und Helfer der Stadt Memmingen und unserem Heimatkreis würdigen, die einst Brücken zwischen Generationen schlugen.
Möge das Jubiläum daran erinnern was es heißt, Heimat zu bewahren, Verantwortung zu übernehmen und Erinnerung wach zu halten - damit künftige Generationen unsere gemeinsame Geschichte mit Sinn und Verstand weitertragen.



Brünn in der Tschechoslowakei/ Mai 2026
76. Sudetendeutschen Tag in Brünn
"Alles Leben ist Begegnung" unter diesem Motto fand (auf Einladung von Meeting Brno) in diesem Jahr der 76. Sudetendeutsche Tag erstmals in Brünn in der Tschechoslowakei statt.
Die Halleneröffnung am Samstag erfolgte durch Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister). Auf der Hauptkundgebung am Sonntag sprachen Steffen Hörtler (Stellvertretender Bundesvorsitzender der SL), Stefanie Kilian (Sudetendeutsche Jugend), Markéta Vanková (Oberbürgermeisterin von Brünn, mit tosendem Beifall bedacht), Dr. h.c. Bernd Posselt (Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe) und Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident und Schirmherr), sowie Grußworte aus Politik und Zivilgesellschaft der Tschechischen Republik.
Neben dem traditionellen Böhmisch-Mährischen Dorffest und Kulturpreisverleihungen fand ein zentraler Versöhnungsmarsch von Pohrlitz (Pohořelice) nach Brünn statt. Etwa 27.000 Deutsche wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges auf einen Todesmarsch Richtung Österreich geschickt; viele überlebten ihn nicht. Heute setzt ein alljährlicher Marsch in umgekehrter Richtung ein Zeichen der Versöhnung.
Viele junge Deutsche aus der Enkelgeneration besuchten unseren Stand. Sie suchten Antworten zu ihrer Familiengeschichte und zur Heimat ihrer Vorfahren. Gleichzeitig begegneten mir junge tschechische Besucher, die heute in Häusern leben, in denen deutsche Familien wohnten. Sie wollten wissen, wer einst dort lebte und was aus den Familien geworden ist.
Besonders bewegend war zu sehen, wie viele Besucher aus der Erlebnisgeneration immer wieder an den Ständen vorbeigingen – beseelt und voller Glück, sich an ihre alte Heimat erinnern und darüber sprechen zu können. Diese Gespräche zeigten, wie wichtig Dialoge sind: Geschichte verbindet, wenn wir bereit sind zuzuhören!
Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können an sie erinnern damit sie nicht in Vergessenheit gerät – nur so können zukünftige Generationen aus ihr lernen.
Brünn wurde zu einem Ort des Austauschs zwischen Generationen und Kulturen – geprägt von Offenheit, Respekt und dem Wunsch, Geschichte gemeinsam zu verstehen.

Regensburg/ Juni 2025
75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg
Am Pfingstwochenende haben wir zum ersten Mal mit einem Stand am 75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg teilgenommen!
Eine großartige Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen, mit vielen interessierten Besuchern ins Gespräch zu kommen und die Bedeutung unseres Heimatkreises, des Heimatmuseums, sowie die Kultur unserer Vorfahren zu präsentieren.
Tage voller inspirierender Begegnungen, interessanter Gespräche und wertvoller Eindrücke.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unseren Stand besucht haben und mit Leben und mit Erinnerngen aus der "Alten Heimat" erfüllt haben.

Regensburg/ Juni 2025
Erster Auftritt auf dem
75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg
Am Pfingstwochenende haben wir zum ersten Mal mit einem Stand am 75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg teilgenommen!
Eine großartige Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen, mit vielen interessierten Besuchern ins Gespräch zu kommen und die Bedeutung unseres Heimatkreises, des Heimatmuseums, sowie die Kultur unserer Vorfahren zu präsentieren.
Tage voller inspirierender Begegnungen, interessanter Gespräche und wertvoller Eindrücke.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unseren Stand besucht haben und mit Leben und mit Erinnerngen aus der "Alten Heimat" erfüllt haben.

Regensburg/ Juni 2025
Erster Auftritt auf dem
75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg
Am Pfingstwochenende haben wir zum ersten Mal mit einem Stand am 75. Sudetendeutschen Tag in Regensburg teilgenommen!
Eine großartige Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen, mit vielen interessierten Besuchern ins Gespräch zu kommen und die Bedeutung unseres Heimatkreises, des Heimatmuseums, sowie die Kultur unserer Vorfahren zu präsentieren.
Tage voller inspirierender Begegnungen, interessanter Gespräche und wertvoller Eindrücke.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unseren Stand besucht haben und mit Leben und mit Erinnerngen aus der "Alten Heimat" erfüllt haben.































