Wappen
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Wappen von Freudenthal


 aus dem „Buch der Wappen“, Seite 116

            Linke Seite F-Wappen                                                             Freudenthal

                                                                                                            F 2/76
                                                                                                            Land: Schlesien
                                                                                                           
Landkreis: Freudenthal
                                                                                                            1910: 8066/7939
                                                                                                           
1930: 9676/9031
                                                                                                           
1939: 10126
                                                                                                           
1947: 6348

Freudenthal soll bereits im 12. Jh. erwähnt und 1213 zur Stadt erhoben worden sein. 1223 wurde Mährisch-Neustadt das Freudenthaler Stadtrecht erteilt. 1247 erneuerte der mährische Markgraf Przemyslaw (der spätere Kg Ottokar II.) die Privilegien. Seit 1377 gehörte Freudenthal zum Fürstentum Troppau-Ratibor, später wechselte die Obrigkeit, 1609 kam es in den Besitz der Freiherren von Würben (Wrbno), die sich bis zur Konfiszierung ihrer Herrschaft im Jahre 1621 nach Freudenthal nannten. 1624 vererbte es Karl von Österreich, Bischof von Breslau und Brixen und Deutschmeister, dem Deutschen Ritterorden. Das älteste Siegeltypar mit der Umschrift: SIGILLUM.CIUITATIS.FREUDENTHAL.1562. zeigt ohne Schild einen Bergknappen mit einem Schlegel über der rechten Schulter, sich auf eine Seifenkratze in der linken Hand stützend, flankiert von Bäumchen und blühenden Sträuchern, die angeblich den Namen „Freuden-thal“ wiedergeben sollen, eine These, die schon Widimsky verworfen hat. Das gleiche Siegelbild trägt auch das Typar von 1624 SIGILLUM DER.STAT.FREUDENTHAL.USW. sowie das von 1651 SIGILLUM. CIVITATIS. FREIDENTALENSIS (alle Saurma 63). Dagegen zeigt das von 1652 einen Bergknappen mit einem Keil in der rechten und einem Schlegel über der Schulter in der linken Hand, im Hintergrund eine Landschaft mit Bäumen, rechts mit einen Stolleneingang, Umschrift wie 1651, sowie das von 1681, 33 mm Æ (Baletka 177; Liška & Mucha 74, Siegel-Taf. 12; Civitatis Montanarum II). Später wurde aus einem Bergknappen in Arbeitskleidung ein Bergmann in Festtracht; so beschreibt man das Wappen als: in Blau auf grünem Boden zwischen silbernen Felsen ein Bergmann im schwarzen Rock und schwarzer Kappe, mit weißem Beinkleid und geschulterter Spitzhacke in der rechten Hand (Ströhl 75; Baletka & Louda 22 f.); Widimsky führte einen grün gekleideten Bergmann. Auf den Schützenmedaillen von 1889 und 1907 wurde auf den Schild ein gekrönter Helm mit Helmdecken und gekreuzten Bergeisen und Schlegel gestellt. Die Behauptung, daß das Wappen von Kg Ottokar II. verliehen wurde, entbehrt jeglicher Grundlage.

Abgeschrieben aus dem  "Buch der Wappen" Seite 116