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Hl. Hedwig
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Heilige Hedwig
Bischof von Essen Vorsitzender des Arbeitskreises „Heilige Jahr“, 1975 Die Heilige, die Adel der Liebe über den Adel der Geburt stellt. Die Patronin Sudeten-Schlesiens wird 1174 als Tochter des Grafen Berthold von Andechs (Oberbayern) geboren. Vom 6. Lebensjahr an verbringt sie ihre Kindheit in Kitzingen bei den Zisterzienserinnen, die sie standesgemäß erziehen. Im Alter von 12 Jahren wird sie dem Prinzen Heinrich von Schlesien vermählt. Diese Verbindung soll die Beziehung beider Fürstenhäuser festigen. Hedwig folgte ihren Gatten aus der klösterlichen Geborgenheit in ein Land, das ihr völlig fremd ist. Die von einer kleiner Oberschicht abhängigen slawischen Bauern lebten am Rande des Existenzminimums. Zielstrebig verfolgt Heinrich I., seit 1201 Herzog von Schlesien, die kulturelle und wirtschaftliche Erschließung des unterentwickelten Landes. Auf seinen Ruf hin strömen zahlreiche deutsche Siedler nach Schlesien. An der Seite ihres verständnisvollen Gatten begnügte sich Hedwig nicht mit der repräsentativen Rolle einer Landesfürstin. Tatkräftig widmet sie sich zwei Lebensaufgaben: Der Christianisierung Schlesiens und dem Apostolat der Nächstenliebe. Mit missionarischem Eifer, ausgestattet mit Weitblick und Durchsetzungsvermögen, betreibt sie den Bau von Kirchen und Klöstern. Für ihre Lieblingsstiftung, das Kloster Trebnitz bei Breslau, opferte sie ihre gesamten Ersparnisse. Noch intensiver verschreibt Hedwig sich der Aufgabe, das bedrückende Elend ihres geknechteten Volkes zu lindern. Sie ruft eine Reihe von karitativen Einrichtungen ins Leben. Unermüdlich setzte sie sich für Leibeigene, Gefangene, Verurteilte, Aussätzige und Weisenkinder ein, um deren schweres Los zu erleichtern. Dabei tritt Hedwig nicht als feudale Fürstin auf. Im Gegenteil: Sie, die ein streng asketisches Leben führt, versteht sich als Mutter aller Menschen in Schlesien. In ihrem Leben muss Hedwig viel Leid über sich ergehen lassen. Sechs ihre sieben Kinder sterben vor ihr, eine Schwester wird ermordet, eine stirbt im Glaubenszweifel, zwei Brüder werden geächtet, ihre Nichte Elisabeth von der Wartburg verstoßen, die Burg Andechs zerstört. Ihr Gemahl gerät in den Kirchenbann und stirbt 1238 fern von ihr. Schließlich muss sie erleben, wir ihr geliebter Sohn Heinrich, Nachfolger seines Vaters, 1241 in der Schlacht gegen die Mongolen bei Liegnitz fällt. Diese schweren Prüfungen haben ihre Liebe und ihren Glauben auf eine harte Probe gestellt, aber nie erschüttert. Nach dem Tod ihres Mannes zieht sich Hedwig ganz in das Kloster Trebnitz zurück und stirbt dort, fast siebzigjährig, am 15. Oktober 1243. Sie wird in der Klosterkirche beigesetzt. Die rasch einsetzende Verehrung und Zahlreiche wunderbare Begebenheiten an ihrem Grab führen dazu, das sie bereits 1267 heilig gesprochen wird. (In diesem Jahr wird Spillendorf u.a. das erste Mal Urkundlich genannt) Ähnlich wie ihre Nichte Elisabeth von Thüringen wird Hedwig als Vorbild christlicher Nächstenliebe verehrt. Sie gilt auch als Patronin der Brautleute. Fest: 16. Oktober Fritz
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