Heidebrünnl
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Aus der Geschichte des Heidebrünnel

Paul Keller (1873-1932) nennt in seinem „Bergkrach“ das Heidebrünnel das „Lieblingstöchterla“ des Altvater. Der Altvater ist wiederum ein Vetter Rübezahls! Es ist der älteste Wallfahrtsort und mit seinen 1333 m das höchstgelegene Gotteshaus im Altvatergebirge (Sudetenschlesien).

Kurz nach 1300 war es, da beobachtete ein Jäger, wie ein angeschossener Hirsch durch das Quellwasser des Heidebrünnels gesund wurde. Die Familie des Jägers, sein Name war Franz Niewall, erkranke später an Aussatz. In der Verzweiflung ging man zur Heidequelle, betete zu den hl. fünf Wunden, flehte die Schmerzhafte Mutter an, wusch sich in der Quelle und..........fand Heilung.

Zum Dank dafür wurde ein aus Ahornholz gefertigtes Fünfwundenbild auf einem Steinsockel angebracht, Fürst Liechtenstein baute eine Kapelle darüber und ließ auch die Quelle fassen: Das war der Anfangeiner berühmten, weit bekannten Wallfahrt.

Der österreichische Kaiser Josef der II. (1765- 1790) ließ alle Wallfahrtstätten schließen. So kam das Gnadenbild – es durfte schon eine Pieta gewesen sein – in die Pfarrkirche Großullersdorf. Um 1800 aber stellten beherzte Männer die verfallene Kapelle wieder her.

Das Gnadenbild kam an den alten Platz zurück. 1844-1850 wurde eine neue Kapelle errichtet, die 75 Jahre ihren Dienst tat. Die letzte Kapelle entwarf Architekt Seidl aus Wien. Sie wurde am 11.9.1927, zwischen den beiden Festen Mariä Geburt und Mariä Namen, durch den Bischof-Hochmeister Dr. Norbert Klein geweiht. Tausende Touristen und Pilger haben dieses Kirchlein besucht und darin gebetet bis mit der schrecklichen Vertreibung auch sein Ende kam. An Christie Himmelfahrt 1946, es war der 30. Mai, schlug der Blitz ein. Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Gnadenbild wurde gerettet. „Was sollte das Kirchlein allein in der Heimat, ohne Volk, von dessen Herz es ein Stück war?“

Es wurde in der neuen Heimat, wieder neu aufgebaut, von Heimatvertriebenen, die trotz der großen Not, Greuel, Vertreibung, Raub und Mord den Glauben an unseren Schöpfer nicht verloren haben.

Größe des Heidebrünnel auf den Altvater unserer Heimat und Kaisheim

Originalgröße 8,00m mal 15,00m

Kaisheim: Ernst Seifert, die Einweihung erfolgt erst.

Weilerbach: 5,00m mal   8,00m erbaut von Pfarrer Adolf Schrenk, Annaberg 13, Weilersbach.

Knopfurkunde:

Kugel mit Kreuz bedeutet:

„Christus-König aller Welt, im Reich der Wahrheit, der Lieb und Heiligkeit, des Lebens und des Friedens und der Gerechtigkeit“. (Gotteslob 883)

Dieses Kirchlein – ca 5,00m x 8,00m - hat das Aussehen der Heidebrünnelkirche 8,00m x 15,00m im Altvatergebirge Österreich-Schlesien, einer Wallfahrtskirche zu Ehren der Pieta 1333 m hoch. Ein Blitzschlag zerstörte diese Holzkirche am 30.Mai 1946 völlig.

Aufbau dieser Kirche durch Pfarrer Adolf Schrenk, geb. 1931 in Oberlindewiese, Altvatergebirge mit Unterstützung vieler Helfer und Spender aus nah und fern.

Planung: 1989 im Jahr der großen politischen Umwälzung in Deutschland und Europa

Spatenstich:   16.September 1990,        Richtfest:           16. März 1991

Geplante Weihe durch Abt Dr. Johannes Zeschick, OSB Rohr-Braunau am 22. September 1991, am 18. Jahrestag der Sprengung der Wallfahrtskirche Maria-Hilf bei Zuckmantel/Altvater.

Möge dieses Kirchlein zusammen mit St. Nikolaus auf dem Reifenberg und St. Walburga auf dem „Walberla“ zur größeren Ehre der Mutter und der Großmutter Jesu Christi, Maria und Anna, beitragen und zur größeren Verherrlichung unseres Erlösers.

In tiefer Dankbarkeit gegenüber unserem mütterlichen Vatergott im Himmel, der für Alle Menschen ein Herz hat und eine ewige Heimat bereit hält.

Weilersbach, den 1. Mai1991                                      Adolf Schrenk, Pfarrer