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Altvaterlandschaft
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Heimatlandschaft Altvater, alte HeimatUmfast die vier schlesischen Heimatkreise Freiwaldau, Freudenthal, Jägerndorf und Troppau sowie die vier mährischen Heimatkreise Bärn, Mährisch Schönberg, Römerstadt und Sternberg. 1938 lebten hier auf 4.643 qkm in 445 Gemeinden nördlich und südlich des Altvatergebirge 464.000 überwiegend deutsche Bewohner. Vor 1918 waren es fast ausschließlich Deutsche. 1938 im Durchschnitt betrug der deutsche Bevölkerungsanteil (87,6 %), in den vorgenannten schlesischen Heimatkreisen 99,1 %, 99,3 %, 98,8 % und 60,4%, in den mährischen Kreisen 98,8 % 84,1 %, 99,5 % und 88,4 %. Daten nach der Volkszählung vom 17.05.1939. Der 100 km lange Zug des Altvatergebirges zwischen Glatzer Kessel und Mährischer Pforte mit dem 1.492 m hohen Altvater ist europäische Hauptwasserscheide und seit Jahrhunderten Grenze zwischen Mähren und Schlesien. Für die Menschen im Norden und Süden ist das Gebirge jedoch das verbindende Element. Die Berge aus Urgestein (Gneis, Granit Grauwacke) wurden durch die Verwitterung von Jahrmillionen zu sanften Kuppen abgerundet. Ausgedehnte Fichten- und Tannenwälder steigen bis zur Baumgrenze bei 1.200 m auf. In den Offenen Randgebieten sind Ablagerungen mit guten Ackerböden zu finden. Den besonderen Reiz der Landschaft geben die Verse Eichendorfs trefflich wieder:: „O Täler weit, o Höhen .........“. In das ursprünglich zusammenhängende Waldland wurden im 12. Jahrhundert deutsche Siedler gerufen. Sie rodeten an Flüssen und Bächen aufwärts und langgestreckte Waldhufendörfer an. 1213/1224 wurde Freudenthal/ Proppau als Städte nach deutschen Recht gegründet und erwähnt. Deutsche Bergleute erschlossen die Bodenschätze in Gold und Silbergruben. In den beiden letzten Jahrhunderten entwickelte der Fleiß der Bewohner aus den mit den bäuerlichen Leben verbundenen Handwerken eine breitgefächerte Industrie, getragen meist vom Bürgertum der Städte. Spitzenbetriebe waren über Europa hinaus z. T. weltbekannt. Die Geschichte der Heimatlandschaft ist nach steinzeitlicher, keltischer und germanischer Besiedlung vor der Völkerwanderungszeit, schon vor dem 6. Jahrhundert, eng mit den danach slawisch besetzten Gebieten verknüpft. Seit dem 12. Jahrhundert ist unser gerodetes Gebiet jedoch ein Teil des Römisch-Deutschen Reiches. 1526 kam es mit dem Königreich Böhmen in Lehensabhängigkeit von den Habsburgern bis 1806. Ab 1815 Teil des Deutschen Bundes, bis der deutsch-deutsche Krieg von 1866 Königgrätz) die gewichte verschob, nachdem schon 1742 der größte Teil Schlesiens an Preußen verloren gegangen war. Mit den Pariser Vorortsverträgen entschied sich auch das Schicksal unserer Heimatlandschaft. Der Mord in Sarajewo durch die Serben. Die erste Besetzung von Oktober 1918 von tschechischen Legionen. Das Blutbad vom 4. März 1919, Verweigerung des verbürgten Selbstbestimmungs-recht. Sie erlebte 1918/19 den Beginn des Leidensweg. Die unmenschlichste gewaltsame Eingliederung in die neugegründete Tschechoslowakei, gegen den Willen der Deutschen Urbevölkerung, in den deutschen Bewohnern die verbürgte Selbstbestimmung verwehrt wurde. Die bald einsetzende tschechische Unterwanderung, unbeschreibliche Diskriminierung und Schikanierung vermochte jedoch den deutschen Charakter des Altvaterlandes nicht zu verändern. 1938 wurde die besetzte Heimatlandschaft zusammen mit dem übrigen Sudetenland Teil des Deutschen Reiches, ohne Krieg Vertreibung und Ermordung der zugewanderten Tschechen. Sie gingen mit dem, was sie hatten. 1945 erneute Besetzung, verloren auch die Deutschen das Altvaterland durch die menschen- und völkerrechtswidrigen Benesch-Dekrete. Alles Hab und Gut und die Vertreibung, mit Völkermord entriss ihnen die in Jahrhunderten kulturell hochentwickelte angestammte Heimat das Heimatland, Heimatlandschaft Altvater.- 242.000 Kinder, Frauen und Greise wurden nach dem Krieg auf die brutalste Art und Weise, bestialisch Ermordet, erschlagen verstümmelt. (Kurzfassung) |