Altvaterturm:
Mahnmal, Wahrzeichen der Heimat, Begegnungsstätte,
Aussichtsturm auf den Wetzstein,

Ehrenhalle = Kapelle,
geweiht der hl. Elisabeth von Thüringen, „Elisabethkapelle“
Elisabeth von Thüringen
Die Heilige, die auch in Armut
den Armen dient.
Geboren ist Elisabeth als Tochter des Grafen Andreas II.
von Ungarn und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs auf der Burg Savos Patak in
Ungarn. Aus herrschaftspolitischen Gründen wird sie bereits als Einjährige dem
späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt. Als Vierjährige kommt
sie bereits an den prachtliebenden Hof der Grafen von Thüringen (auf der
Wartburg), und mit 14 Jahren wird sie dem Grafen Ludwig vermählt. 1222 schenkt
sie Hermann, dem späteren Landgrafen, das Leben. 1224 gebar sie Sophie, die spätere
Herzogin von Brabant und Stammmutter der Landgrafen von Hessen, und 1227
Gertrud, die spätere Äbtissin von Altenberg. Schon zu Lebzeiten ihre Mannes
wegen ihrer großzügigen Unterstützung der Armen angefeindet, wurde sie nach
dem Tode Ludwigs (gestorben am 11. Juli 1227 als Kreuzfahrer in
Brindisi/Italien) ohne eine Mitgift von der Wartburg vertrieben. Sie litt
bitterste Not, bis sich ihre Tante Mechthild, Äbtissin von Kitzingen, und ihr
Onkel, Bischof Ekbert von Bamberg, ihrer erbarmte und ihr Beichtvater, Konrad
von Marburg, ihr in Marburg ein Besitztum verschaffte. Sofort ging sie daran, in
Marburg das Franziskushospital für arme Kranke zu bauen. 1228 nahm sie das
graue Gewand einer Tertiarin des hl. Franz. Auch in ihrer Armut verzehrte sie
sich für die Armen. Schon am 17. November 1231 starb sie und wurde in Marburg
(ab 1236 in der eigens zu ihrem Andenken erbaute Elisabethkirche) beigesetzt.
(1248 wurde der berühmte Elisabethschrein geschaffen.) Bereits am 27. Mai 1235
wurde sie heiliggesprochen.
Elisabeth galt von Anfang an als Patronin christlicher
Caritas, oft im Gewande der Tertiaren dargestellt. Vielfach trägt sie eine
Schale mit Brot, Früchten oder Fischen. Von dem bekannten (legendären)
Rosenwunder wird erst vom 15. Jahrhundert ab berichtet. Die Romantik hat diese
Darstellung besonders geliebt (Wartburg-Fresken von Moritz von Schwind). Heilige
Hedwig und Heilige Elisabeth waren Geschwister.
Fest: 19. November
Quelle: Verlag: Bonifacius Druckerei, Paderborn
Lied
Elisabeth von Thüringen (Melodie: Wohl denen, die da wandeln)
GL 614
1. In Thüringen einst leuch-tet Wart-burg gu-ter Stern.
E-li-sa-beth zur Freu-de laßt Prei-sen und den Herrn,
denn Für-sten-kron, Glück, Gut u. Heim hat Chris-tus
sie ge-
op-fert; ihm will sie ähnlich sein.
2. Sie pflegt und speist die Armen/ mit liebevoller Hand/
und tröstet voll erbarmen,/ die alt, siech und krank.
/„Und über alle Lande geht/ die Kunde deiner Wohltat,/
Mutter Elisabeth!“
3. Trotz Schmach, Verzicht und Leiden/ war nie ihr Herz
verzagt.
/Um Christus zu erfreuen/ ward sie der armen Magd.
/“Du, heilige Elisabeth, /ruf uns zum Dienst der
Liebe,/ zur Tat und zum Gebet“.
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