Hussiten
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Die Hussiten und die Bergknappen von Fürstenwalde (Würbenthal) und von Freudenthal

Als im dritten Jahrzehnt des fünfzehnten Jahrhunderts die Taboriten (evangelische Tschechen) mordend und brennend durch die deutschen Lande zogen, kamen sie auch nach Zuckmantel und nach den sie dieses Städtlein in Schutt und Asche gelegt hatten, überschritten sie die Höhen bei Hermannstadt und marschierten auf Würbenthal zu. Die Stadt hieß damals Fürstenwalde und war reich und schön, denn der Goldbergbau hatte ihre Bewohner wohlhabend gemacht. Als sich in ihr die Kunde verbreitete, der gefürchtete Feind sei im Anzuge, sammelten sich die Bergknappen, um ihn gebührend zu empfangen. Ein harter Kampf entbrannte und schon schien es, als ob die Fürstenwälder den kriegsgeübten Gegnern erliegen sollten, als ihnen unvermutet Hilfe ward. Ein Steiger aus den Bergwerken von Freudenthal mit den Namen Michel Kristen hatte von dem Zuge der Hussiten (Räuber und Mörderbande) vernommen und war sogleich mit seinen Knappen den bedrohten Nachbarn zu Hilfe geeilt. Ein Riese von Gestallt ließ er eine ungeheure Keul immer und immer wieder auf die Schädel der Feinde niedersausen; sein Mannen folgten seinen Beispiele: Ihre Schwerter rasselten auf die Häupter der Taboriten. Ein Kurzes heißes Ringen – und diese waren besiegt. Teils lagen sie tot, teils verwundet da; einige wurden gefangen genommen, die meisten flohen. Ob der Roheit der Feinde wütend, schleppten die Sieger alle, die in ihre Hand gefallen waren, Lebende und Tote, zu einem mit Wasser angefüllten Grubenschacht und stürzten sie hinab; darauf schütteten sie mit Erde zu. Oberhalb des Massengrabes erbauten sie eine Kapelle zu Ehren des heiligen Michael; sie sollten das Gedenken an die Hilfeleistung der Freudenthaler lebendig erhalten.

Anmerkung: Die hussitischen Horden wüteten auf unmenschlicher Weise nach der Verbrennung von Jan Hus 1415, (1419 – 1937) verurteilt von seinen tschechischen Glaubenbrüdern auf dem Konstanzer Konzil. Sie zogen raubend, mordend, durch die Deutschen Land brandschatzten alles was Deutsch war und schonten weder Frauen, Kinder noch Greise, wie eh und je, zu Zeiten als sie von Ural kommend als Knechte und Sklaven der Awaren Europa überfielen. Sie waren die Geisel des Christlichen Abendland.