Informieren Sie sich über Wahrheiten, die heute niemand mehr weiß und wohl auch nicht mehr hören möchte. Dennoch bleiben es Tatsachen; nachprüfbare Tatsachen. Es geht nicht darum, Geschehenes "aufzuwärmen" und Schuldige zu suchen. Die Sudetendeutschen haben schon lange, vor über 50 Jahren, auf Rache und Vergeltung schriftlich und in aller Öffentlichkeit in der "Charta der Heimatvertriebenen" verzichtet. Es geht darum, Geschehens nicht zu vergessen. Denn nur wer die Geschichte - und zwar die wahre Geschichte - kennt, kann Fehler der Vergangenheit in Zukunft vermeiden. Es geht darum, auf ein Verbrechen ungeheuerlichen Ausmaßes aufmerksam zu machen, das heute allzu gern totgeschwiegen wird. Wenn über 3 Millionen (3.000.000!!!) Menschen der eigenen (Sudetendeutschen) Bevölkerung auf unmenschlichste Weise aus dem eigenen Land verjagt und wie "räudige Hunde" aus dem eigenen Haus geworfen werden, dann schweigen sich die meisten Politiker aus - am liebsten möchten sie einen endgültigen Strich unter diese Vergangenheit ziehen - es passt nicht in unsere Zeit. In ein paar Jahren hat sich "das Problem" sowieso von allein auf "biologische" Art und Weise erledigt. So nicht! Weit über 200.000 der Sudetendeutschen Vertriebenen haben die Vertreibung nicht überlebt; - weil Sie die Strapazen nicht überstanden hatten Die fortschreitende Einheit Europas ist gut so und wird auch von uns begrüßt! Auch die Aufnahme der Tschechischen Republik in das Herzen Europas ist eine wunderbare Entwicklung. Aber dieses Zusammenwachsen zu einer Wirtschafts- und Wertegemeinschaft kann und darf nicht auf Verlogenheit, Verdrängung und Totschweigen von Tatsachen begründet werden! Es stimmt, dass die heutige Generation der jungen Tschechen absolut nichts mit den damaligen Verbrechen zu tun hat und nicht dafür verantwortlich ist. Genau so wenig, wie die deutsche Jugend für die Verbrechen des Naziregimes verantwortlich ist. ABER: über die "Verbrechen der Deutschen" spricht die ganze Welt und auch wir Deutsche selbst. Das ist gut so und darf nie vergessen werden. Über die Verbrechen der Tschechen darf aber erst gar nicht gesprochen werden. Um es ganz klar zu sagen: es geht nicht um Aufrechnung von Verbrechen! Es geht nicht um materielle Wiedergutmachung - auch wenn es mehr als legitim wäre. Es geht ganz einfach darum, die Wahrheit zu nennen und zu ihr zu stehen. Aber was tut die heutige Tschechische Republik? Die Tschechen gehen sogar noch weiter:
wird heute sogar noch als Ehrenmann in einem Gesetz gewürdigt! Die von ihm erlassenen Benesch-Dekrete werden heute nicht nur nicht für ungültig erklärt, sondern sogar noch vom tschechischen Parlament bestätigt. Damit bestätigt das heutige tschechische Parlament, dass die
damaligen millionenfachen
Man muss sich das einmal vorstellen: Und ich muss es noch einmal betonen: Der Krieg war zu Ende. Deutschland hatte verloren. Es ging um Zivilisten. Ich kann und will mir heute mit meinen erst 43 Lebensjahren kein Urteil darüber erlauben, was wohl in den Köpfen der damaligen deutschen und auch tschechischen Bevölkerung vorgegangen ist - das wäre vermessen. Aber wenn heute das demokratisch gewählte Parlament der tschechischen Republik feststellt, dass das alles rechtens war und dies heute nochmals bestätigt und Benesch sogar in einem Gesetzt als als Staatsmann ehrt, dann kann ich für meinen Teil nicht mehr davon ausgehen, dass die heutige Generation der Tschechen nichts mehr mit diesen Ereignissen zu tun hat und so ganz und gar unschuldig ist. Im Gegenteil hätte ich mir von einem Staat, der in die europäische Wertegemeinschaft integriert werden möchte (zwischenzeitlich ist die tschechische Republik Mitglied er EU), erwartet - dass er sich zu seinen menschenverachtenden Schandtaten bekennt Ist das wirklich zuviel verlangt? Warum auch? Von unseren deutschen Politikern werden sie jedenfalls darin noch bestärkt. Es lebe die europäische Einheit und Eintracht unter den Völkern - zumindest
solange Deutschland - trotz eigener riesiger Probleme - nur brav weiterzahlt. persönliche Meinung von Norbert Baur |